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Pollensaison 2026: Birke und Gräser waren besonders früh dran
Medienmitteilung, 01. September 2026
Die Haselblüte lag 2026 im Bereich des langjährigen Mittels. Bei den Gräsern wurden erste mässige Pollenkonzentrationen je nach Standort 5 bis 28 Tage früher, erste starke Belastungen 12 bis 30 Tage früher gemessen. Bei vielen Menschen mit Pollenallergie traten die ersten Symptome früher als üblich auf.
Hasel normal, Birke und Gräser früh
Die Hasel bildete 2026 eine Ausnahme: Ihre Blütezeit entsprach dem langjährigen Mittel der vergangenen 30 Jahre. Birke und Esche hingegen blühten deutlich früher als üblich.
Besonders ausgeprägt war die Verschiebung bei den Gräsern: Die ersten mässigen Pollenkonzentrationen wurden bereits am 18. April gemessen – je nach Messstation 5 bis 28 Tage früher als im langjährigen Mittel 1991–2020. Die ersten hohen Konzentrationen traten sogar 12 bis 30 Tage früher als üblich auf.
Für Menschen mit Heuschnupfen begann die Zeit der Beschwerden damit in vielen Regionen früher. «Bei vielen Betroffenen setzten die Symptome dieses Jahr früher ein als in den vergangenen Jahren», erklärt Roxane Guillod, Leiterin der Fachdienstleistungen bei aha! Allergiezentrum Schweiz. «Auf die üblichen Blütezeiten ist immer weniger Verlass. Deshalb lohnt es sich, die aktuellen Pollenkonzentrationen im Auge zu behalten und rechtzeitig mit der Behandlung zu beginnen.»
Hitze und Trockenheit prägten den weiteren Verlauf
Nach dem frühen Saisonstart setzten Hitze und Trockenheit ein und brachten die Vegetation zunehmend unter Stress. «Hitze und Trockenheit können die Blüte beschleunigen oder die Pflanzen austrocknen», erklärt Benoît Crouzy, Verantwortlicher für SwissPollen bei MeteoSchweiz.
Für Menschen mit Pollenallergie brachte der Hitzesommer jedoch nicht unbedingt Entlastung. Hohe Temperaturen und Ozon können die Atemwege zusätzlich reizen. «Pollen, Hitze und hohe Ozonwerte – diese Kombination kann empfindliche Atemwege stark belasten», sagt Roxane Guillod. «Besonders Menschen mit allergischem Asthma sollten Husten, pfeifende Atmung oder Atemnot ernst nehmen.»
Späte Pollen weiterhin unterwegs
Ende August ist die Hauptphase der Gräserpollensaison vorbei, doch die Pollensaison ist noch nicht ganz zu Ende. Beifuss kann weiterhin Beschwerden auslösen, ebenso Ambrosia und andere krautige Pflanzen. Die Pollen der Ambrosia, einer invasiven Art, die in der Schweiz bekämpft wird, sind hochallergen und können bereits in geringen Konzentrationen starke Reaktionen auslösen.
Auf pollenundallergie.ch ist ersichtlich, welche Pollenarten wann und wo auftreten. Die App «Pollen-News» liefert aktuelle Messwerte und Prognosen und kann eine Push-Nachricht senden, wenn die Konzentrationen der ausgewählten Pollenarten ansteigen.
Kontakt:
Sybille Suter
Leiterin Kommunikation und Medien
aha! Allergiezentrum Schweiz
Scheibenstrasse 20
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sybille.suter@aha.ch
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