Zimmerpflanzen
Pflanzen in Räumen steigern unser Wohlbefinden. Doch Vorsicht: Ein paar Arten sind auch als Allergieauslöser bekannt.
Inhaltsübersicht:
Auslöser
Zimmerpflanzen geben wenig bis keine Pollen ab, und diese verbreiten sich kaum über die Luft.
Beschwerden entstehen meist durch:
- direkte Kontakt mit Saft oder Blättern, was Hautreizungen auslöst;
- intensive Düften, die die Atemwege reizen;
- Schimmel im Substrat oder auf den Blättern.
Selten entwickeln manche Menschen Atemwegs- oder Hautallergien gegen Ficus-Arten. Der Pflanzensaft enthält Proteine, die jenen von Naturlatex ähneln.
Symptome
Die Symptome hängen von der Art der Exposition ab:
- Nach Hautkontakt: Rötungen, Juckreiz oder kleine Bläschen an Händen, Gesicht oder Unterarmen.
- Nach intensiven Düften: Husten, Atembeschwerden, Reizungen von Nase oder Augen.
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Bei Atemwegsallergien (z.B. Ficus oder Schimmel im Substrat): verstopfte oder laufende Nase, tränende Augen, Husten, Atemnot (Asthma).
Diagnose
Bei anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Grundlage der Diagnose:
- Anamnese: Welche Pflanzen, welche Situationen, welche Reaktionen?
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Hauttests (Pricktests) oder Bluttests (IgE) durch Ärztin/Arzt oder Allergologin/Allergologe bei Verdacht auf eine echte Allergie
Behandlung
Allergene vermeiden
- Bei gesicherter Allergie: Pflanze entfernen oder Schimmel beseitigen.
- Bei Hautreizung: direkter Kontakt zur betreffenden Pflanze vermeiden. Handschuhe tragen und gründliches Händewaschen senken das Risiko.
- Bei Atemwegsreizung: lüften, Pflanze entfernen oder Abstand schaffen.
Medikamentöse Therapie
- Bei Hautreaktionen: lokale entzündungshemmende Cremes auf Kortisonbasis.
- Bei allergischen Beschwerden von Nase oder Augen: Antihistaminika und lokale Kortisonpräparate.
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Bei Asthma: Bronchodilatator und/oder inhalatives Kortison gemäss ärztlicher Verordnung.
Tipps und Tricks
- Pflanzen wählen, die wenig Pollen bilden, keine starken Düfte abgeben und keinen reizenden Latex enthalten.
- Blätter regelmässig reinigen, um Staub und Milben zu reduzieren.
- Staunässe vermeiden, um Schimmel zu verhindern.
- Keine Pflanzen im Schlafzimmer bei Asthma oder Atemwegsallergien, z. B. gegen Milben.
- Blumensträusse aus Korbblütlern (Chrysanthemen, Margeriten, Gerbera) sowie Gräsern meiden: Auch geringe Pollenmengen reichen in Innenräumen für Symptome.
Fragen und Antworten
Kaum. Die meisten Zimmerpflanzen geben sehr wenig Pollen ab, und diese verbreiten sich in Innenräumen nur gering. Beschwerden entstehen meist durch Hautkontakt, Düfte oder Schimmel – nicht durch Pollen.
Vor allem Ficus-Arten, da ihr Saft latexähnliche Proteine enthält. Ausserdem Pflanzen mit intensiven Düften sowie solche, bei denen sich Schimmel im Substrat bildet.
Typisch sind Rötungen, Juckreiz oder kleine Bläschen nach Hautkontakt. Bei Duft- oder Schimmelreizungen treten Husten, Atembeschwerden, gereizte Augen oder eine laufende Nase auf.
Bei wiederkehrenden Beschwerden führt die Ärztin oder der Allergologe eine Anamnese sowie bei Bedarf Pricktests oder IgE-Bluttests durch.
Kontakt stoppen, Hände waschen, lüften. Bei gesicherter Allergie die Pflanze entfernen. Bei stärkerer Reizung können ärztlich empfohlene Medikamente wie Antihistaminika oder Kortisonpräparate helfen.
Redaktion: aha! Allergiezentrum Schweiz, in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftlichen Beirat.
Letzte inhaltliche Überarbeitung der Webseite: 23.01.2026