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Gräserpollen bereits in der Luft – Hochsaison für Pollenallergien beginnt
Medienmitteilung, 27. April 2026
Die Gräserblüte beginnt dieses Jahr früh: Für rund 70 Prozent der Menschen mit Heuschnupfen ist jetzt die belastendste Zeit. aha! Allergiezentrum Schweiz empfiehlt, täglich die Pollenprognosen zu prüfen und Medikamente rechtzeitig einzunehmen.
Die Gräser blühen – damit ist die stärkste Zeit der Pollensaison da. Vor allem an warmen und sonnigen Tagen sind im Schweizer Flachland zunehmende Mengen an Gräserpollen unterwegs. Schon Mitte April, also noch während der Birkenpollensaison, sind erste Gräserpollen gemessen worden.
«Die Gräserpollen traten dieses Jahr im Vergleich zum langjährigen Mittel im Durchschnitt 20 Tage früher auf», sagt Dr. Benoît Crouzy, Verantwortlicher SwissPollen bei MeteoSchweiz. Der Grund sind die milden Temperaturen seit Anfang Februar. Mit steigenden Temperaturen ist nun mit einer raschen Zunahme der Gräserpollen zu rechnen, die zu den wichtigsten Allergieauslösern gehören. Auch Pollen von Birke, Eiche, Buche und Platane sind weiterhin in der Luft. Wie die Pollenbelastung in den nächsten Wochen aussieht, hängt vom Wetter ab. Die Gräserpollensaison dauert bis in den Spätsommer. Der Höhepunkt liegt im Mai und Juni. «Sowohl die Birkenpollen- als auch die Gräserpollensaison waren dieses Jahr extrem früh, seit Ende März ist der Pollenflug sehr ausgeprägt», so Benoît Crouzy.
Heuschnupfen – viele betroffen und oft unterschätzt
Rund jede fünfte Person in der Schweiz reagiert auf Pollen. Besonders häufig betroffen sind Jugendliche und junge Erwachsene. «Die Symptome – Niesen, verstopfte Nase, juckende Augen – können die Leistungsfähigkeit in Schule, Ausbildung, Sport oder auf der Bühne stark beeinträchtigen», sagt Roxane Guillod, Leiterin Fachdienstleistungen von aha! Allergiezentrum Schweiz.
Heuschnupfen ist nicht harmlos. Wenn die Allergie nicht richtig behandelt wird, kann in manchen Fällen die allergische Entzündung auch die Bronchien betreffen («Etagenwechsel») und sich hin zu allergischem Asthma entwickeln. Eine frühe und gezielte Behandlung ist entscheidend. «Eine regelmässige Therapie mit Antihistaminika sowie einem entzündungshemmenden Kortison-Nasenspray oder Augentropfen hilft, die Symptome zu kontrollieren», so Roxane Guillod. Wichtig ist, die Medikamente frühzeitig zu nehmen. «Wer erst behandelt, wenn die Symptome voll da sind, ist bereits zu spät», sagt Guillod. Langfristig kann eine allergenspezifische Immuntherapie (Desensibilisierung) den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.
Alltagstipps bei Pollenbelastung
- Pollenprognosen täglich mit der App «Pollen-News» prüfen
- Wohnräume nur kurz und gezielt lüften
- vor dem Schlafengehen die Haare waschen
- Kleider nicht im Schlafzimmer ausziehen und liegen lassen
- Wäsche nicht im Freien trocknen
-
Draussen eine Sonnenbrille tragen
Kontakt:
Sybille Suter
Leiterin Kommunikation und Medien
aha! Allergiezentrum Schweiz
+41 31 359 90 49 (direkt)
sybille.suter@aha.ch
www.aha.ch