Die Geschäftsstelle führte an der aha!infoline rund 1’150 Gespräche und beantwortete zahlreiche E-Mails. Die Anliegen reichten von ersten Fragen nach einer möglichen Allergie über die Einordnung von Symptomen bis hin zu konkreten Herausforderungen im Alltag. Viele Ratsuchende suchten Orientierung, eine rasche Einschätzung oder eine Empfehlung zum weiteren Vorgehen. Die Rückmeldungen zeigen deutlich, wie wichtig eine gut erreichbare und fachlich fundierte Anlaufstelle für Betroffene und Angehörige ist. Die aha!infoline bietet ihnen niederschwellige Unterstützung, vermittelt Sicherheit und trägt dazu bei, Unsicherheiten abzubauen.

Die seit 2023 umgesetzten Blended-Learning-Schulungen sind etabliert und werden von den Teilnehmenden sehr gut bewertet.

2025 führte aha! Allergiezentrum Schweiz sieben Blended-Learning-Schulungen zu Neurodermitis durch – zwei für Familien mit Kindern und fünf für Eltern. Die Teilnehmenden erhielten praxisnahe Informationen, Orientierung und konkrete Unterstützung im Umgang mit der Erkrankung. Als Referentinnen wirkten Dr. med. Antonia Reimer-Taschenbrecker, Dr. med. Anna Kirsch und Dr. med. Sarah Norrenberg mit.

Für die Anaphylaxie-Betroffenen bot aha! Allergiezentrum Schweiz im Berichtjahr sieben Blended-Learning-Schulungen an: Sechs für Erwachsene in Lausanne, Bern, Luzern und zweimal in Zürich sowie eine Schulung in Lausanne für Familien mit Kindern von 8 bis 12 Jahren. Insgesamt nahmen 88 Personen an den Anaphylaxie -Schulungen teil. Als Referentinnen und Referenten wirkten Dr. med. Annette Carrard, Dr. med. Rainer Kehrt, Dr. med. Miriam Hoernes, Dr. med. Oliver Fuchs, Dr. med. Felicitas Bellutti Enders sowie Dr. med. Yannick Perrin mit. Ein besonderes Highlight war die Schulung in Bern mit 15 Teilnehmenden, die von einem SRF-Fernsehteam der Sendung «Puls» begleitet wurde.

Weiterhin beliebt sind die Workshops für Pädagogen und Betreuungspersonen: Insgesamt neun Anaphylaxie-Workshops mit insgesamt 163 Teilnehmende wurden durchgeführt. Mitgewirkt haben Dr. med. Maria Breiding, Dr. med. Felicitas Belluti, Dr. med. Gerhard Müllner, Dr. med. Annette Carrard sowie Dr. med. Nicole Halbeisen

Fünf Webinare mit insgesamt 168 Teilnehmende richteten sich an medizinische Fachpersonen. Für medizinische Praxisassistentinnen und -assistenten wurden Basiswebinare zu Atopischem Ekzem und Anaphylaxie sowie ein Update-Webinar zum Thema Laborwerte in der Allergologie durchgeführt.

Für die Mütter- und Väterberatung fand im Rahmen des Careum-Lehrgangs «Berater:in frühe Kindheit» ein Kurs zu Atopischem Ekzem, Atemwegsallergien und Asthma angeboten, an dem 17 Personen teilnahmen.

Im Jahr 2025 verfügten 712 Apotheken – darunter 28 private Apotheken und 10 Apothekengruppierungen – über eine Lizenz für den AllergieCheck® und berieten ihre Kundschaft zu Atemwegsallergien.

Die AllergieCheck®-Grundkurse für Fachpersonen wurden im Blended-Learning-Format durchgeführt und kombinierten E-Learning-Module, individuelle Tests in der Apotheke sowie ein abschliessendes Webinar. Insgesamt nahmen 616 Fachpersonen an 16 Live-Webinaren und den zugehörigen E-Learning-Angeboten in deutscher, französischer und italienischer Sprache teil. Neu eingeführt wurde ein eigenständiger Vertiefungskurs im E-Learning-Format, die 530 Personen absolvierten.

Im Sommer 2025 nahmen 27 Jugendliche aus der Deutsch- und Westschweiz an der Lagerwoche in Saanenmöser (BE) teil. Sie erlebten abwechslungsreiche Aktivitäten in der Natur und eine unterstützende Gemeinschaft. Das Lager bot allergiebetroffenen Kindern und Jugendlichen eine wertvolle Auszeit vom Alltag. Die medizinische Betreuung erfolgte durch Dr. med. Felicitas Bellutti (UKBB).

aha! Allergiezentrum Schweiz setzte sich im Berichtsjahr dafür ein, dass die Perspektiven der Betroffenen in der Forschung Gehör finden, etwa mit der Rekrutierung von Teilnehmenden für die Studie Lactobreath der ETH Zürich, USZ und Agroscope. Ausserdem arbeitete aha! an einem Forschungsantrag zum Projekt «Topisches Schneckenschleim-Präparat bei Dermatosen» (SNAIL). Dafür wurde eine anonyme Online-Umfrage entwickelt, an der über 100 Personen teilnahmen. Damit stärkt aha! Allergiezentrum Schweiz die Ausrichtung von Forschungsprojekten an den Bedürfnissen der Betroffenen.

Die Stiftung präsentierte sich 2025 an wichtigen Kongressen, Tagungen und Fachveranstaltungen (um nur einige zu nennen) und stärkte damit ihre Präsenz in der Fachwelt. Sie machte ihre Angebote einem breiten Fachpublikum bekannt, vertiefte bestehende Kontakte und erweiterte ihr Netzwerk gezielt. Vertreten war sie unter anderem an der AIU-Tagung, der Journée Romande de l’Allergologie, dem SGAI-Kongress, dem SGDV-Kongress sowie am FOMF Update Allergologie.