Video-Interview zu Neurodermitis
Was sollten Menschen mit Neurodermitis im Alltag beachten? Dr. Claudia Lang beantwortet im Interview häufige Fragen zu Tattoos, Ernährung, Hautpflege und Sport und erklärt, welche neuen Erkenntnisse die Forschung zur Neurodermitis liefert.
00:03 – Tattoos bei Neurodermitis: Geht das?
Bei Neurodermitis wird eher von Tattoos abgeraten, da Tätowierfarben Kontaktallergien auslösen können. Wer dennoch ein Tattoo möchte, sollte eher schwarze Tinte wählen und Muttermale nicht übertätowieren.
00:59 – Kann ich mit der Ernährung die Neurodermitis beeinflussen?
Die Ernährung hat meist nur einen begrenzten Einfluss. Empfohlen wird eine ausgewogene, gesunde, beispielsweise mediterrane Ernährung. Ohne nachgewiesene Nahrungsmittelallergie sollte die Ernährung nicht unnötig eingeschränkt werden.
01:45 – Welche Inhaltsstoffe in Pflegeprodukten sollte ich meiden?
Das ist individuell unterschiedlich. Generell sind duftstofffreie und konservierungsmittelarme Produkte sinnvoll, da Menschen mit Neurodermitis ein erhöhtes Risiko haben, Kontaktallergien zu entwickeln.
02:32 – Beeinflusst Schwitzen beim Sport die Neurodermitis?
Das ist von Person zu Person unterschiedlich. Häufig treten im Winter durch trockene Heizungsluft vermehrt Ekzemschübe auf. Bei manchen Betroffenen können aber auch Hitze, Feuchtigkeit und Schwitzen im Sommer die Haut reizen.
03:18 – Was hat sich in den letzten Jahren in der Forschung getan?
Neben neuen wirksamen Systemmedikamenten hat sich auch der Umgang mit der Hautpflege verändert. Duschen gilt heute nicht mehr grundsätzlich als problematisch, solange die Haut danach gut eingecremt wird. Zudem wird verstärkt erforscht, wie Neurodermitis mit anderen Organen und dem Darmmikrobiom zusammenhängt.









