Mit «Sonnenallergie» sind meist vier verschiedene Hautreaktionen auf Sonnenlicht gemeint. Sie haben unterschiedliche Ursachen, werden im Alltag aber oft unter dem gleichen Begriff zusammengefasst.
Häufigste Form: juckender Ausschlag mit Flecken, Knötchen oder Bläschen, die Stunden bis Tage nach Sonnenexposition auftreten kann. Typischerweise tritt sie im Frühjahr oder in den Ferien auf, wenn die nicht mehr ans Sonnenlicht gewöhnte Haut plötzlich starker Sonne ausgesetzt wird – also zum Beispiel bei Badeferien im Winter.
Akneähnliche Hautreaktion mit kleinen, meist juckenden Knötchen nach UV-Exposition. Fetthaltige Sonnenschutz- oder Pflegeprodukte können die Beschwerden begünstigen.
Direkte Hautschädigung durch UV-Strahlung in Kombination mit bestimmten Stoffen, zum Beispiel Medikamenten, Pflanzenstoffen oder Duftstoffen. Falls zum Beispiel der Pflanzensaft von Wiesenkerbel auf die Haut gelangt und diese dem Sonnenlicht ausgesetzt wird, kann dies zu einer schmerzhaften Hautreizung führen, der sogenannten Phytophotodermatitis.
Seltene allergische Hautreaktion auf Substanzen, die durch UV-Strahlung verändert werden, zum Beispiel Inhaltsstoffe von Kosmetika, Medikamenten oder auch Sonnenschutzmittel.