Aktuelles

08.06.2026

«Das Jucken trieb mich beinahe in den Wahnsinn»

Auf einer Reise nach Portugal war Cornelia Etter stark betroffen von den Auswirkungen eines Befalls der Pinienprozessionsspinner – diese sind vergleichbar mit den Eichenprozessionsspinner. Ein Blick zurück, wie sie das Ganze damals erlebte und was sie dagegen unternahm.


Cornelia, wie und wo bist du mit dem Eichenprozessionsspinner in Berührung gekommen?

Das war in Lissabon und genoss mit meinem damaligen Freund die Aussicht von einem erhöhten Platz mit Bänken unter Pinien. Als wir danach mit dem Tram in die Stadt fuhren, juckte es mich immer stärker am Hals. Ich bemerkte, dass etwas von meiner Jacke runterfiel. Da sah ich am Boden eine relativ grosse Raupe liegen und dachte, das könnte einen Zusammenhang haben, wusste es aber nicht mit Sicherheit. Es stellte sich als ein Pinien-Prozessionsspinner heraus.

Was hast du anschliessend unternommen?

Wir sollten noch ein paar Tage in Lissabon bleiben. Da ich nicht genau wusste, was es war, wusste ich auch nicht, was ich unternehmen sollte. Ich dachte immer noch, das ginge vorbei. Aber das Jucken nahm stetig zu und trieb mich – und meinen Freund – fast in den Wahnsinn (lacht). Ein paar Tage später in Kopenhagen, unserem damaligen Zuhause, suchte ich sofort einen Arzt auf. Der wusste aber auch nicht, um was es sich genau handelt, und gab mir eine Creme und ein Antihistaminikum mit.

Welche unmittelbaren Auswirkungen hatte es auf dich und deine Gesundheit?

Das Jucken am Hals war unerträglich. Die Haut wurde rot, geschwollen und es bildeten sich Pusteln. Andere Auswirkungen hatte es, soweit ich mich erinnern kann, nicht.

Wie lange und inwiefern hat es dich danach betroffen und eingeschränkt?

Ich glaube, es waren insgesamt eine knappe Woche, bevor das Jucken und die Pusteln abnahmen. Mir war ganz und gar nicht wohl in meiner Haut – es war schrecklich. Ich konnte mich nicht konzentrieren, hatte Mühe mit Schlafen und hatte dann auch ein paar Tage freigekriegt.

Weitere Neuigkeiten