Bei einer akuten Urtikaria ist meistens keine aufwendige Diagnostik nötig. Nur wenn der Verdacht besteht, dass die Urtikaria als Symptom einer allergischen Reaktion (zum Beispiel auf Nahrungsmittel, Medikamente oder Insektengift) aufgetreten ist, sind weitere Abklärungen sinnvoll.
Bei einer chronischen Urtikaria ist die Abklärung komplexer, da verschiedene mögliche Ursachen sowie auslösende oder verstärkende Faktoren berücksichtigt werden müssen und zugleich andere Erkrankungen ausgeschlossen werden sollten :
Der erste Schritt ist ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt, der Ärztin (Anamnese). Dabei sollten Umstände wie Einnahme von Medikamenten, körperliche Anstrengung, Stress sowie zeitliche Angaben zum Auftreten möglichst genau dokumentiert werden. Die Führung eines Tagebuchs über eine bestimmte Zeit kann dazu sehr hilfreich sein.
Bei der chronischen spontanen Urtikaria werden in der Regel weitere Untersuchungen durchgeführt, mit dem Ziel andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen auszuschliessen sowie mögliche Ursachen und Auslöser zu identifizieren.
Weisen Anamnese und körperliche Untersuchung auf eine chronische induzierbare Urtikaria hin, werden Provokationstests mit dem verdächtigten Auslöser durchgeführt. Mittels gängiger Messverfahren kann die Diagnose meist bestätigt und womöglich der individuelle Schwellenwert definiert werden, ab dem die Symptome ausgelöst werden.