Duftfrei-Tag Schweiz

Der Duftfrei-Tag Schweiz macht jährlich am 1. Februar auf die gesundheitlichen Auswirkungen von Duftstoffen aufmerksam. Er richtet sich an Betroffene ebenso wie an ihr Umfeld und lädt dazu ein, mit kleinen, freiwilligen Entscheidungen Rücksicht zu nehmen. Im Zentrum stehen verständliche Information, praktische Orientierung und Prävention – damit sich möglichst alle wohlfühlen können.  

((richtiges Video folgt))

Zentrale Fakten zu Duftstoffen

  • Studien zeigen, dass mindestens 20% der Bevölkerung gegen mindestens ein Kontaktallergen sensibilisiert sind. Duftstoffe sind häufig beteiligt. 

  • Es wird geschätzt, dass bis zu 4,5% der erwachsenen Allgemeinbevölkerung (im Epikutantest) gegen einen oder mehrere Duftstoffe positiv reagieren.  

  • Die geschätzte Prävalenz einer klinisch relevanten Duftstoff-Kontaktallergie liegt bei 1,9%

  • In repräsentativen Umfragen (Selbstauskunft) in den USA, Australien, dem Vereinigten Königreich und Schweden geben rund ein Drittel der Erwachsenen an, durch beduftete Konsumprodukte gesundheitliche Beschwerden zu erleben (u. a. Atemprobleme, Schleimhautreizungen, Migräne, Hautausschläge, Asthmaanfälle), teils mit erheblichen Einschränkungen, Arbeitsausfällen/Jobverlusten und einer klaren Präferenz für duftfreie Umgebungen. 

  • Duftstoffe können Symptome bei Asthma, atopischer Dermatitis oder Migräne verstärken. 

  • Natürliche Duftstoffe sind nicht risikofrei: Pflanzliche Düfte lösen genauso oft Allergien oder Reizreaktionen aus wie synthetische. Ätherische Öle und Extrakte aus aromatischen Pflanzen enthalten Dutzende Stoffe (Terpene, Terpenole, Phenole, Ketone, Aldehyde), die allergischen Reaktionen auslösen können.

Drei Orientierungspunkte zu «duftfrei»

  • «Duftfrei» bedeutet: keine zugesetzten Duftstoffe – weder synthetisch noch natürlich.
  • Produkte mit Allergie-Gütesiegel werden fachlich geprüft und sind besonders geeignet für empfindliche Menschen.
  • Das Allergie-Gütesiegel schafft Klarheit und spart Zeit – ohne langes Zutatenlesen.

 

© by aha! Allergiezentrum Schweiz

«Duftstoffe sind für viele Menschen kein Luxus, sondern eine Belastung. Der Duftfrei-Tag schafft Wissen und fördert Rücksicht – ohne zu bevormunden.»

Roxane Guillod, Leiterin Fachdienstleistungen aha! Allergiezentrum Schweiz

«Duftfrei einkaufen soll einfach sein. Das Allergie-Gütesiegel bietet eine ver­läss­li­che Ori­en­tie­rung für den Alltag.»

Andrea Cavegn, Sales Managerin Service Allergie Suisse 

© by aha! Allergiezentrum Schweiz

Was du selbst tun kannst – und wie du anderen hilfst

  •  Am besten verzichtet man bei Reaktionen auf Duftstoffe ganz auf Parfüms. Bei Kontaktreaktionen kann man das Parfüm aber statt auf die Haut dezent auf die Kleider spritzen. Bei Atemwegsreaktionen ist dies aber keine Alternative.  
  • Wer unter einer Duftstoffallergie leidet, muss den allergieauslösenden Stoff unbedingt meiden. Dies ist insofern schwierig, als in fast allen Kosmetik-, Wasch- und Reinigungsprodukten Duftstoffe enthalten sind.  
  • Es lohnt sich beim Kauf von Kosmetik-, Wasch- und Reinigungsprodukten auf das Schweizer Allergie-Gütesiegel zu achten. Diese zertifizierten Produkte sind streng geprüft und sind für empfindliche Haut besonders gut geeignet. 

  • Im Alltag: Parfüm, Body Spray und stark beduftete Pflegeprodukte weglassen oder deutlich reduzieren – vor allem in Innenräumen, im ÖV, im Lift oder an Veranstaltungen.
  • Zu Hause und am Arbeitsplatz: Duftquellen entfernen: Duftkerzen, Raumduft, Duftsprays und ätherische Öle. Beim Putzen und Waschen duftfreie Mittel nutzen und auf Weichspüler verzichten.
  • Beim Schenken und Einkaufen: Keine bedufteten Geschenke (Parfüm, Duftsets) kaufen oder beim Kauf auf das Schweizer Allergie-Gütesiegel achten. Diese zertifizierten Produkte sind streng geprüft und sind für empfindliche Haut besonders gut geeignet.

Fragen und Antworten

In sehr vielen Alltagsprodukten: Raumdüfte und Duftsprays, Reinigungs- und Waschmittel, Weichspüler, Seifen, Shampoos, Cremes, Deos, Rasierprodukte, Parfüm/Aftershave, Duftkerzen, ätherische Öle, Desinfektionsmittel.