Wirkung und Wahl der Therapie
Was kann die Therapie bewirken?
Eine spezifische Immuntherapie hat das Potential, den Verlauf der Hausstaubmilbenallergie langfristig zu verbessern. Sie ist die einzige Therapie, die nicht nur die Symptome bekämpft, sondern die Ursache der Beschwerden angeht.
Für viele Betroffene bedeutet dies: Sie haben deutlich weniger Beschwerden und benötigen gleichzeitig weniger Medikamenten.
Leider kann man keine Erfolgsgarantie abgeben. In seltenen Fällen tritt trotz korrekt durchgeführter Immuntherapie keine Besserung ein.
Kann die Behandlung Asthma vorbeugen?
Studien zeigen, dass eine spezifische Immuntherapie einen positiven Einfluss auf die Allergie insgesamt und auch auf den Verlauf eines allergischen Asthmas hat. Der Inhalationsbedarf und die Schwere des Asthmas können zurückgehen. Ob ein Etagenwechsel, d.h. das neue Auftreten eines „Asthma bronchiale“ durch die Immuntherapie verhindert werden kann, konnte bisher in den Studien nicht eindeutig gezeigt werden. Es gibt jedoch Hinweise darauf.
In jedem Fall ist eine spezifische Immuntherapie auch für Menschen empfohlen, die bereits „Asthma bronchiale“ haben.
Spritze, Tablette oder Tropfen – was passt besser?
Sowohl die subkutane (Spritzen) als auch die sublinguale (Tabletten/ Tropfen) Immuntherapie zeigen sehr gute Therapieerfolge, wenn die Behandlung genau auf die Allergien der betroffenen Person abgestimmt ist. Deshalb können beide Formen gleichermassen empfohlen werden.
Welche Therapie im Einzelfall besser passt, hängt vor allem von der persönlichen Lebenssituation, den eigenen Vorlieben (z.B. bei Angst vor Spritzen) und Begleiterkrankungen ab. Der grösste Unterschied ist wahrscheinlich der organisatorische: Die Spritzen werden in der Arztpraxis gegeben. Tabletten und Tropfen werden grösstenteils zu Hause eingenommen.