Wann ist eine spezifische Immuntherapie sinnvoll?

Wer eignet sich für eine Behandlung?

Wer unter einer Hausstaubmilbenallergie leidet, im Alltag dadurch beeinträchtigt ist und die daran langfristig etwas ändern möchte, sollte sich unbedingt beraten lassen. Für viele Betroffene kommt eine spezifische Immuntherapie infrage kommen.

Wann empfehlen Sie eine spezifische Immuntherapie?

Zuerst muss eindeutig nachgewiesen sein, dass die Beschwerden tatsächlich durch Hausstaubmilben verursacht werden. Ein positiver Allergietest allein reicht dafür nicht aus. Entscheidend ist, dass das Testergebnis zu den tatsächlichen Beschwerden passt.
Vor Beginn einer spezifischen Immuntherapie sollten zudem allergenreduzierende Massnahmen umgesetzt werden. In manchen Fällen lässt sich die Situation dadurch bereits gut kontrollieren.
Reichen diese Massnahmen nicht aus der Leidensdruck ist hoch, kann die spezifische Immuntherapie eine sehr sinnvolle Möglichkeit sein. Das gilt besonders, wenn sich aus der Allergie bereits ein durch Hausstaubmilben ausgelöstes Asthma entwickelt hat. Die Therapie kann helfen, die Beschwerden langfristig zu verringern.

Wann raten Sie eher davon ab?

Wenn die Beschwerden und der Leidensdruck nur gering sind. Selten ergibt sich auch in der Diagnostik ein Bild, bei dem eine spezifische Immuntherapie weniger gut wirken wird. Dann muss man gut besprechen, ob diese trotzdem versucht werden soll. Es gibt zudem Vorerkrankungen, die gegen eine spezifische Immuntherapie sprechen könnten. Das kommt allerdings nur selten vor und wird vor Beginn der Therapie abgeklärt.