Kreuzreaktionen treten am häufigsten zwischen Nahrungsmitteln, Pollen und Latex auf, weil sich deren Proteine stark ähneln. Die Symptome sind in der Regel moderat.

Was ist eine Kreuzreaktion?

Eine Kreuzreaktion ist eine Gruppen-Allergie auf ähnliche oder verwandte Proteine. Betroffene reagieren auf mehrere scheinbar unabhängige Substanzen gleichzeitig allergisch. Meist handelt es sich um eine Nahrungsmittelallergie, deren Ursache auf eine Pollen- oder Latexallergie zurückzuführen ist. Häufige Beispiele für eine Kreuzreaktion sind das Birkenpollen-Nuss-Kernobst- oder das Beifuss-Sellerie-Gewürz-Syndrom. Wer sich also auf Birkenpollen sensibilisiert hat, kann auch auf Äpfel und Nüsse allergisch reagieren und umgekehrt.

Wie lässt sich eine Kreuzreaktion erkennen?

Pollenallergiebetroffene, die beim Essen von bestimmten Nahrungsmitteln ein Kribbeln im Gaumen, ein Brennen und Jucken im Mundbereich und an den Lippen verspüren oder gar eine Schwellung im Gesicht entwickeln, sollten eine Kreuzreaktion in Betracht ziehen.

Wie lässt sich eine Kreuzreaktion vorbeugen?

Wenn beim Essen ein Kribbeln/Beissen im Mund oder im Rachen bemerkt wird, sollte das Nahrungsmittel nicht mehr konsumiert werden. Allerdings werden viele Proteine beim Kochen oder Erhitzen zerstört und können wieder gegessen werden. Häufig empfiehlt sich, nur geringe Mengen des entsprechenden Nahrungsmittels zu essen. Gelegentlich lindert sich durch die Pollentherapie mittels Desensibilisierung auch die Allergie auf Nahrungsmittel.

Welche Kreuzreaktionen sind am häufigsten?

Rund 70 Prozent der an Baumpollenallergien Betroffenen weisen Kreuzreaktionen mit Nahrungsmitteln auf. Bei einer Beifuss- und Gräserpollenallergie kommen Kreuzreaktionen weniger häufig vor. Typisch sind:

Birkenpollen-Nuss-Kernobst-Syndrom

Birke, Erle, Hasel (Januar–April)
Kern- und Steinobst (Äpfel, Birnen, Pflaumen, Aprikosen, Kirschen, etc.), Haselnuss, Walnuss, Mandeln, Tomaten, Karotten, Sellerie, Mango, Avocado, Fenchel, Kiwi, Litchi.

Beifuss-Sellerie-Gewürz-Syndrom

Beifuss (Juli–August)
Sellerie, Karotten, Fenchel, Artischocken, Kamille, Pfeffer, Senf, Dill, Petersilie, Koriander, Kümmel, Anis, Sonnenblumenkerne.

Weitere typische Kreuzreaktionen

Gräser (Mai–Juli)
Erdnuss, rohe Kartoffeln, Soja, Kiwi, Tomaten, Melone, Getreide, Pfefferminze.


Redaktion: aha! Allergiezentrum Schweiz, in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftlichen Beirat.

 

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