Alltagtipps

Stress kann ein bestehendes Ekzem verschlimmern. Ruhe und Entspannung im Alltag helfen, einen Ausgleich zu finden. Folgende Tipps können dabei helfen.

  • Bewegen und entspannen: Regelmässige körperliche Aktivität (Spazierengehen, Schwimmen, Radfahren), Yoga, Meditation oder Atemübungen helfen, Stress abzubauen und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern – was sich auch positiv auf die Haut auswirken kann.
  • Pflege in die tägliche Routine integrieren: Pflegeprodukte zu festen Zeiten anwenden, um ein Ritual zu etablieren, und für unterwegs Reisegrössen bereithalten.
  • Hautfreundliche Kleidung wählen: Naturmaterialien wie Baumwolle oder Leinen bevorzugen, synthetische Stoffe vermeiden und störende Nähte oder Etiketten entfernen.
  • Auslöser erkennen und vermeiden: Hautreizstoffe (Seifen, Reinigungsmittel), Allergene (Hausstaubmilben, Pollen, Tierhaare), Stress, Temperaturschwankungen, starkes Schwitzen, zu heisses Wasser. Ein Tagebuch kann helfen, verschlimmernde Faktoren zu identifizieren.
  • Berufliche Belastungen reduzieren: Hautschutzmassnahmen ergreifen (geeignete Handschuhe, Barrierecremes) und bei starker Belastung über eine Anpassung des Arbeitsplatzes oder einen Berufswechsel nachdenken.
  • Urlaub planen: passende Klimazonen wählen (z.B. Meeresklima), lange Sonnenexposition vermeiden und Sonnenschutz für empfindliche Haut verwenden.
  • Haushalt und Freizeit anpassen: Milde, unparfümierte Reinigungsmittel verwenden, beim Putzen, Spülen oder Gärtnern Handschuhe tragen.
  • Unterstützung suchen: Selbsthilfegruppen beitreten, an Schulungen zum Umgang mit Neurodermitis teilnehmen und sich von spezialisierten Fachpersonen beraten lassen.

Gut zu wissen: Eine feste medizinische Ansprechperson ist wichtig. So bleibt die Behandlung kontinuierlich, und Fragen können direkt geklärt werden. Bei Unsicherheiten oder neuen Herausforderungen kannst du dich auch an die aha!infoline wenden. Halte dich an den gemeinsam erstellten Behandlungsplan und lass dich nicht von ungeprüften Ratschlägen verunsichern.

Untertitel: Neurodermitis und Intimität

Auch in Partnerschaften kann Neurodermitis ein sensibles Thema sein. Diese Tipps können helfen:

  • Offen sprechen: Neurodermitis ist nicht ansteckend und keine Frage der Hygiene
  • Grenzen setzen: Klar äussern, was angenehm ist und was vermieden werden sollte