Behandlung

Asthma ist nicht heilbar. Mit einer guten Asthmakontrolle können jedoch die meisten Betroffene ein normales, weitgehend beschwerdefreies Leben mit allen gewünschten Aktivitäten, inklusive Sport, führen. Um dies zu erreichen, braucht es in der Regel eine Kombination aus medikamentöser Therapie und nicht-medikamentösen Massnahmen.

Medikamentöse Therapie

Medikamente können das Atmen erleichtern, indem sie die Entzündung lindern oder die Atemwege erweitern. Ziel ist es, das Asthma mit der geringstmöglichen Menge an Medikamenten unter Kontrolle zu haben. Ein ärztlich festgelegter Stufenplan zeigt, welche Medikamente wann eingesetzt werden. Folgende Arzneimittel stehen zur Verfügung:

  • Entzündungshemmende Medikamente (Grundbehandlung): Sie werden gemäss ärztlicher Verordnung regelmässig und über längere Zeit angewendet. Sie reduzieren die Entzündung und stabilisieren die Atemwege. Meist werden sie als Inhalationsspray («Cortison-Spray») verabreicht, teilweise mit einem zusätzlich bronchienerweiternden Wirkstoff.
  • Bronchienerweiternde Medikamente (Notfallspray): Sie erweitern die Atemwege schnell und werden bei akuter Atemnot eingesetzt.

Diese Medikamente helfen aber nur, wenn sie auch in den Atemwegen ankommen. Darum ist richtiges Inhalieren des Asthmasprays sehr wichtig. Die Lungenliga Schweiz zeigt in ihren Videos, wie dies funktioniert.

  • Bei allergischem Asthma: Wenn das Asthma durch eine Allergie ausgelöst wird, ist es wichtig, die Allergie konsequent zu behandeln und bei Bedarf eine allergenspezifische Immuntherapie (Desensibilisierung) zu prüfen.
  • Bei schwerem Asthma: Wenn die üblichen Sprays nicht reichen, können Biologika eingesetzt werden.

Nicht medikamentöse Therapie

  • Rauchstopp (Angebote der Lungenliga Schweiz)
  • Auslöser reduzieren: Pollen, Hausstaub, Tierhaare, kalte Luft, starke Düfte, Schimmel, Infekte.
  • Asthma-Aktionsplan (Ampelsystem) + Tagebuch nutzen: Verschlechterungen früh erkennen und nach Plan handeln.
  • Individuelle Asthmaberatung nutzen: Inhalationstechnik regelmässig prüfen
  • Regelmässig bewegen: mit Aufwärmen und sinnvoller Steigerung.
  • Atemnot-Techniken üben: z.B. Lippenbremse, Kutschersitz, Torwartstellung.
  • Atemübungen regelmässig machen (Beispiele der Lungenliga Schweiz)