Medienmitteilung vom 04. Februar 2018

Volle Regale, Büchsen, Becher, bunte Labels: Wie weiss man, welches Produkt für einen das richtige ist? Eine gute Frage – insbesondere für Menschen mit einer Nahrungsmittelallergie oder Intoleranz. Ein neuer Ratgeber von aha! Allergiezentrum Schweiz erklärt, wie Allergene auf den Produkten deklariert werden und was die gängigen Labels bedeuten.

Weniger Schweinefleisch, dafür mehr Geflügel; weniger Getreide, dafür mehr Hülsenfrüchte, weniger Milch, dafür etwa mehr Joghurts – die Speisekarte der Schweizerinnen und Schweizer hat sich in den letzten zehn Jahren verändert. Das zeigt das neue «Schweizer Ernährungsbulletin» des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV). Die Gründe für diese Trends sind vielfältig, auch Allergien und Intoleranzen verändern die Ernährungsweise. «In der Schweiz leidet heute eines von 15 Kindern an einer Nahrungsmittelallergie», sagt Laure Tercier, Beraterin bei aha! Allergiezentrum Schweiz. «Jeder Fünfte ist von einer Intoleranz betroffen, verträgt etwa keinen Milchzucker. Oder Gluten im Getreide schädigt seinen Darm.» Für all diese Betroffenen beginnt die Herausforderung schon beim Einkaufen.

Auf was muss man achten?
Der neue Ratgeber «Nahrungsmittelallergien und -intoleranzen. Richtig einkaufen» von aha! Allergiezentrum Schweiz erklärt, wie die Zutatenlisten zu lesen sind. «In der Schweiz müssen 14 Zutaten, die allergische oder andere unerwünschte Reaktionen auslösen können, klar deklariert werden», so Laure Tercier. Denn: Bei starken Allergien kann eine Reaktion lebensbedrohlich sein. Säuglinge und Kinder sind am häufigsten allergisch auf Hühnerei, Kuhmilch, Erdnuss und Weizen. Erwachsene reagieren häufig auf Haselnuss, Apfel, Walnuss, Kiwi und Sellerie. Im Booklet ebenfalls erläutert werden die verschiedenen Labels und ihre Bedeutung – wie das Schweizer Allergie-Gütesiegel, das unter anderem Produkte von Migros und Coop auszeichnet, das Glutenfrei-Symbol, das aha!-Label der Migros und die Eigenmarke «Free From» von Coop. 

Und im Restaurant? 
Nützliche Tipps rund um Nahrungsmittelallergien und Intoleranzen gibt der Ratgeber auch fürs Zubereiten von Lebensmitteln, fürs Reisen und fürs Auswärtsessen: «Im Restaurant sind Hinweise auf Zutaten, die Allergien oder Intoleranzen auslösen, neu schriftlich zum Beispiel auf der Menükarte zu finden oder können wie bisher mündlich beim Personal abgeholt werden», erklärt Laure Tercier. 

Der Ratgeber «Nahrungsmittelallergien und -intoleranzen. Richtig einkaufen» kann kostenlos bestellt werden. 

Kontakt: 
Bettina Jakob
Leiterin Kommunikation und Medien
aha! Allergiezentrum Schweiz
Scheibenstrasse 20
3014 Bern
+41 31 359 90 45 
bettina.jakob@aha.ch
www.aha.ch