SAMDhealth

Mittelschule

Stand des Projektes: realisiert
Eingereicht von: Severin Gerber

Schule SAMD
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Die Bewerberinnen und Bewerber stellen ihr Projekt in ihren eigenen Worten selbst vor:

SAMDhealth wurde in enger Zusammenarbeit mit der Hochgebirgsklinik Davos (HGK) entwickelt und von Service Allergie Suisse erfolgreich zertifiziert. Damit ist die SAMD die einzige Schule der Schweiz, deren Dienstleistungen mit dem Schweizer Allergie-Gütesiegel ausgezeichnet wurde. Ziel des Programms ist es, chronisch erkrankten Schülerinnen und Schülern optimale Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Ausbildung zu bieten. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Schule und Internat sind von den Ärzten der HGK geschult und die Infrastruktur bietet für an Allergien erkrankte Kinder bestmögliche Bedingungen. Zudem ermöglicht die Koordination zwischen Unterricht und ambulanten oder rehabilitativen Massnahmen, dass schulische Absenzen weitgehend ausbleiben.

Originalität der Leistung

Die Zertifizierung einer Internatsschule durch die Schweizer Allergiestiftung ist ein einzigartiger Vorgang und bedurfte vielfältiger Massnahmen. Allen voran sind die Schulung aller Mitarbeiter und die Sensibilisierung der Mitschüler zu nennen, die eine optimale Inklusion der allergiekranken Kinder und Jugendlichen ermöglichen. Aber natürlich auch die Schutzmassnahmen, der Verzicht auf allergene Stoffe im Gebäude, in der Küche, der Hauswirtschaft und den sanitären Anlagen erfordert sehr viel Aufwand. Das alles ist notwendig, dass chronisch erkrankte Kinder und Jugendliche nicht nur so wenig wie möglich belastet werden, sondern ihr ganzes Potenzial entfalten können bis zu einem Maturaabschluss.

Besonderer Verdienst im Allergiebereich

Liegt der Schwerpunkt der meisten Programme und Massnahmen für chronisch erkrankte Kinder und Jugendliche in der Behandlung der Krankheit, geht das Programm SAMDhealth einen Schritt weiter und nimmt den Ausbildungsweg und die berufliche Zukunft der Patienten in den Blick. Das Programm SAMDhealth leistet einen aktiven Beitrag zu mehr Chancengleichheit. Kinder und Jugendliche mit einer chronischen allergischen Erkrankung sollen ihre Leistungen genauso entwickeln und zeigen können, wie ihre Mitschülerinnen und eine ihren Fähigkeiten entsprechenden Ausbildung und Beruf ergreifen können.

Direkter Nutzen für Allergiebetroffene

Sehr gut gerüstet ist die SAMD natürlich bei Erkrankungen, bei denen die Betroffenen von den klimatischen Vorzügen von Davos profitieren können. Dazu gehören z.B. Asthma, die Pollenallergien und die Hausstaubmilbenallergie. Aber auch bei Tierhaarallergien, Neurodermitis und Nahrungsmittelallergien kann SAMDhealth eine sehr gute Betreuung bieten. Selbstverständlich gilt das auch für nicht allergisch bedingte Nahrungsmittelunverträglichkeiten, wie z.B. Zöliakie, Laktoseintoleranz, Fruktosemalabsorption und Histaminintoleranz.

Die betroffenen Kinder und Jugendlichen können Medikamente absetzen oder die Dosis reduzieren. Sie können sich körperlich wie andere Kinder frei austoben und regulär am Sportunterricht teilnehmen und verfügen über längere Phasen, in denen sie sich auf schulischen Stoff konzentrieren können.

Praktische Umsetzbarkeit, klinische Relevanz

Durch die allergologisch umfassende Expertise der HGK bei Kindern und Jugendlichen kommen viele Betroffene nach Davos zur Behandlung und längeren stationären Aufenthalten. So kennen sie bereits den Ort und erfahren die positive Wirkung des Klimas. An der HGK werden sie auf das Programm SAMDhealth aufmerksam gemacht und können probeweise testen, ob die Fortsetzung ihrer Schulausbildung in Davos eine Option für sie ist.

Die ärztliche Betreuung bleibt durch die HGK gewährleistet, bei Bedarf halten die Kinder- und Jugendärzte sogar ihre Sprechstunde an der Schule ab, assistiert vom Gesundheitsdienst der SAMD.

Schülerinnen und Schüler SAMD