Um Hausstaubmilben in Stofftieren und anderen kleinen Gegenständen loszuwerden, kann man diese ins Eisfach legen. Wie lange und bei welchen Temperaturen den Milben und ihren Eiern tatsächlich zu kalt wird, war bisher jedoch unklar. Eine Studie aus den USA gibt nun darüber Aufschluss. 

Die Kältetoleranz der Milbenart Dermatophagoides farinae untersuchten Forschende der Wright State University in Ohio. Hierfür setzten sie Milbenweibchen in mehreren Versuchen für 4 bis 48 Stunden Temperaturen von -4 °C, -12 °C oder -15 °C aus. Anschliessend wurden sie bei Raumtemperatur für 15 Tage beobachtet. 

Das Fazit der Autoren: Um Milben und auch deren Eier abzutöten, sollte man Stofftiere und Textilien für 48 Stunden im Gefrierfach bei -15 °C lagern. Minimum sind zwölf Stunden bei -12 °C. «Danach ist es sinnvoll, die Plüschtiere bei 30 °C zu waschen, um die abgestorbenen Milben wie auch den Milbenkot ganz zu entfernen», ergänzt Sonja Hartmann, Expertin von aha! Allergiezentrum Schweiz. Die ganze Gefrierprozedur kann man sich aber auch ersparen: Indem man sich Plüschtiere kauft, die bei 60 °C gewaschen werden können.  

Weitere Tipps bei Milbenallergie: 

  • Encasings (allergendichte Überzüge) für Matratzen, Duvets und Kissen verwenden.
  • Bettwäsche regelmässig bei 60 °C waschen.
  • Räume regelmässig kurz lüften – besonders auch bei kaltem Wetter. 
  • Häufig Staub saugen (Staubsauger mit HEPA-Filter), feucht Staub wischen und Böden feucht aufnehmen. 
  • Staubfänger meiden.
  • Keine Grünpflanzen im Schlafzimmer aufstellen.
  • Keine Haustiere in der Wohnung halten.