In einer aktuellen Studie untersuchte das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) schweizweit über 100 Reisprodukte auf Arsengehalt; darunter auch zahlreiche Produkte für Kleinkinder. Die Forschungsergebnisse mahnen zur Vorsicht: Gemäss Medienmitteilung fanden die Wissenschaftler in allen Proben Spuren des giftigen Halbmetalls.

Arsen ist ein Halbmetall, das natürlicherweise in Böden vorkommt und somit auch in Lebensmittel gelangt. Besonders betroffen sind Reisprodukte, weil Reis im Gegensatz zu anderen Getreidearten den Stoff aus dem Boden aufnehmen und anreichern kann. Da Arsen als krebserregend gilt, sollte es in möglichst geringen Mengen in Nahrungsmitteln enthalten sein. 

Massvoller Konsum ist wichtig
Auf Grundlage der Studienresultate bewerteten die Experten des BLV das gesundheitliche Risiko von Reisprodukten für Kleinkinder und geben Entwarnung: Auch wer seinem Kind oft Reis oder Reisprodukte gibt, muss sich keine Sorgen machen. Auswirkungen auf die Gesundheit würden vor allem dann auftreten, wenn Arsen über längere Zeit aufgenommen wurde. «Dennoch ist es sinnvoll, die Ernährung abwechslungsreich zu gestalten und Produkte aus Reis massvoll zu konsumieren», schreibt das BLV weiter. 

Empfehlungen bei Zöliakie
Von Reisdrinks raten die Experten grundsätzlich ab, weil sie neben dem Arsengehalt auch aufgrund des Mangels an wichtigen Nährstoffen für Säuglinge und Kleinkinder ungeeignet sind. Für Kinder, die an Zöliakie oder Nahrungsmittelallergien leiden, empfiehlt das BLV, Reis und Reisprodukte nicht hauptsächlich als Ersatz für andere Lebensmittel einzusetzen. 

Zur Medienmitteilung des BLV