Röntgenbilder, Impfausweis, Arztrezepte: Künftig können Patientinnen und Patienten alle ihre Gesundheitsdaten im elektronischen Patientendossier (EPD) ablegen.  Damit verknüpfbar ist auch die App «AllergiePass», mit der Betroffene jederzeit und überall Zugriff auf alle Informationen zu ihren Allergien und Intoleranzen haben. 

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen schreitet voran: Im Rahmen der Strategie Gesundheit 2020 von Bund und Kantonen trat ab Mitte April dieses Jahres das Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier (EPDG) in Kraft. Nun beginnt die Umsetzung. Bereits in der zweiten Hälfte 2018 haben Patientinnen und Patienten die Möglichkeit ein EPD zu eröffnen, – freiwillig – in das alle medizinisch relevanten Daten abgelegt werden. So auch Informationen über Allergien und Unverträglichkeiten. 

Der Zeit voraus
Die App «AllergiePass» ermöglicht Betroffenen ein Profil mit relevanten Daten zu den eigenen Allergien und Intoleranzen zu erstellen. Per Smartphone oder Tablet können sie Informationen über Diagnose, Angabe zu Symptomen, Medikation, Behandlungs- und Krankheitsverlauf eingeben und laufend aktualisieren. Schon bald folgt der nächste Schritt: Sind die Daten von einer Fachperson validiert, lassen sich diese – falls gewünscht – in das elektronische Patientendossier übertragen. Zuvor definierte und berechtigte Personen und Leistungserbringer wie Spitäler, Ärztinnen und Ärzte, Apotheken und Pflegefachpersonen können so die Daten jederzeit abrufen. 

Gut aufgehoben
Durch den ortsunabhängigen Zugang zu allen wichtigen medizinischen Daten sollen Patientinnen und Patienten besser, sicherer und effizienter behandelt werden. Datenschutz und Datensicherheit der virtuellen Sammelmappe haben höchste Priorität. Wer Dokumente ins EPD speichert oder diese anschaut, alle werden automatisch protokolliert. Jeder EPD-Anbieter wird ausserdem umfassend geprüft, zertifiziert und kontrolliert. 

Mehr Informationen über das Elektronische Patientendossier von eHealth Suisse und über die App «AllergiePass».