Beim Verdacht auf eine Allergie können Tests ein bestimmtes Allergen identifizieren oder als Auslöser ausschliessen. Zur Verfügung stehen dabei ein Hauttest, Bluttest und ein Provokationstest – bisher. Forschende von CK-Care zeigen nun, dass auch mittels Nasensekret eine Bestimmung möglich ist.

Neueste technologische Entwicklungen machen es möglich, bereits mit kleinsten Mengen von Blut die Konzentration der Antikörper (IgE) von 112 Allergenen gleichzeitig zu bestimmen. Diese Mikrochip-Technologie machen jetzt Forschende am Davoser Medizincampus auch für Nasensekret anwendbar – und damit für Allergene, welche durch die Luft getragen werden (Aeroallergene). 

Ablauf der Studie 
Probanden mit und ohne Sensibilisierungen gegenüber bestimmten Aeroallergenen – wie Pollen, Hausstaubmilben oder Schimmelpilzsporen – wurde Blut sowie Nasensekret entnommen und mit der neuen Technologie analysiert. Das Resultat: Beide Methoden lieferten für die Bestimmung von Allergenen sehr ähnliche Ergebnisse und belegen einen Zusammenhang zwischen den im Nasensekret und Blutserum gemessenen IgE-Konzentrationen.

Ideal für Kinder
Das bedeutet folglich: Auch mittels Nasensekret könnte künftig allenfalls bestimmt werden, ob eine Person auf Pollen, Schimmelpilzsporen oder Hausstaubmilben sensibilisiert ist. Damit würde sich eine neue Diagnosemöglichkeit eröffnen, die lediglich einen Nasenabstrich bedarf und so auch bei kleinen Kindern einfach angewendet werden könnte. Dies ist gemäss Forschenden doch sehr wichtig, da gerade bei Kindern mit einer allergischen Rhinitis auf Aeroallergene eine möglichst früh einsetzende spezifische Immuntherapie empfohlen wird. 

Quelle: CK-CARE News – Allergiediagnostik über Nasensekret möglich.