Die Menschen bleiben derzeit zu Hause – und das ist nun sehr wichtig und richtig. Sie konsultieren auch weniger den Arzt, wie Arztpraxen melden. Allergien, Asthma und Ekzeme müssen aber gut therapiert werden und darum rät aha! Allergiezentrum Schweiz, bei Beschwerden auch während der Corona-Epidemie seinen Arzt, seine Ärztin zu kontaktieren. Per Telefon.

Das neue Corona-Virus ist gefährlich: Ältere Personen und Menschen mit Vorerkrankungen haben ein höheres Risiko, einen schwereren Krankheitsverlauf zu erleiden. Die gute Nachricht für Allergikerinnen und Allergiker: Im Moment ist kein Zusammenhang bekannt zwischen einer bestehenden Allergie und dem Auftreten oder Schweregrad einer COVID-19-Erkrankung, wie der wissenschaftliche Beirat von aha! Allergiezentrum Schweiz festhält.

Bei Beschwerden nicht zögern
Dennoch ist sehr wichtig, allergische Erkrankungen weiterhin gut zu behandeln – auch in der jetzigen besonderen Lage: «Sollten sich Symptome einer Allergie oder das Asthma sich verschlechtern oder sollte eine Therapie ungenügend wirken, sollte man per Telefon seinen Arzt, seine Ärztin kontaktieren», sagt Sereina de Zordo, Leiterin Fachdienstleistungen von aha! Allergiezentrum Schweiz. Das bestätigt Prof. Dr. med. Arthur Helbling, Leiter der Allergologie am Inselspital Bern und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von aha! Allergiezentrum Schweiz: «Es ist wichtig, dass Allergien richtig therapiert werden und das Asthma gut kontrolliert ist». Die Beschwerden könnten sonst nachhaltig schlimmer werden und man sei anfälliger für Infekte.  

Besonders wichtig bei schwerem Asthma
Unerlässlich ist die Kontaktaufnahme für alle Patienten mit einem schweren Asthma, wenn das Asthma ungenügend behandelt ist. Diese Personen gehören gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) zu den besonders gefährdeten Menschen. In der Schweiz haben zirka 2 bis 8 Prozent der Bevölkerung Asthma, aber nur ein kleiner Teil davon eine schwere Form. «Schweres Asthma ist, wenn trotz einer hochdosierten und breiten Asthmabehandlung immer wieder Symptome auftauchen oder wenn neuartige Medikamente (Biologika) verwendet werden», so Prof. Dr. med. Arthur Helbling.

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Einen Arzt suchen
Wer seinen Arzt, seine Ärztin aufgrund der Corona-Pandemie nicht erreicht, findet bei der Schweizerischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie über die Facharztsuche einen passenden Kontakt. 

Auch die Fachpersonen der aha!infoline helfen mit Rat von Montag bis Freitag, 08.30–12.00 Uhr (031 359 90 50).

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