Safran stammt von einer Krokusart und soll sich offenbar positiv auf Asthma auswirken. Die Einnahme will aber kontrolliert sein, noch ist nichts über die Langzeitwirkung bekannt.

Enge in der Brust, Kurzatmigkeit, Keuchen und Husten: Asthmatikerinnen und Asthmatiker kennen diese Symptome bestens, sie entstehen durch die Entzündung der Atemwege bei Asthma. Es wird geschätzt, dass weltweit rund 300 Millionen Menschen an Asthma leiden – und die Zahl steigt. Patientinnen und Patienten sprechen in der Regel gut auf eine Behandlung mit inhaliertem Kortikosteroid an – und offenbar auch auf Safran, wie eine aktuelle Studie aus dem Journal «Respiratory Research» zeigt. In der traditionellen Medizin wird Safran, eine Krokusart (Crocus sativus L.) bei Herzerkrankungen, Depressionen, Stress- und Schlafstörungen eingesetzt. Safran wirkt antioxidativ, muskelentspannend sowie entzündungshemmend und kann somit auch positive Auswirkungen auf Asthma haben.

Weniger Symptome als die Placebogruppe
Die klinische Studie mit 80 Personen mit leichtem und mittelschwerem allergischem Asthma zeigt: Safran, eingenommen als Pille, verbesserte die Symptome der Patienten: Sie waren weniger kurzatmig, verwendeten weniger Asthmamedikamente, wachten in der Nacht wegen Atemproblemen seltener auf und sie waren fitter. Zudem sanken bei den Personen in der Kontrollgruppe auch Blutdruck und Cholesterolwerte – im Gegensatz zu jenen Patienten, die nur ein Placebo erhalten hatten. 

Wichtig: Sichere Einnahme von Safran
Das Fazit: Safran scheint – bei einer täglichen Einnahme von 100 Milligramm über 8 Wochen – eine effektive und sichere Option zu sein, um den Gesundheitszustand der Patienten bezüglich Asthma zu verbessern. Wichtig aber: Über die Toxizität und/oder die Langzeitwirkung von Safran sei wenig bekannt, schreiben die Autoren; eine Studie, die an gesunden Menschen durchgeführt wurde, deute darauf hin, dass Dosen bis zu 400 Milligramm Safran pro Tag sicher seien. 

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