Prävention

Haben Eltern und Geschwister bereits Allergien, empfiehlt sich die primäre Allergieprävention. Bei der sekundären Prävention soll weiteren Sensibilisierungen vorgebeugt und neue allergische Erkrankungen vermieden werden.
 

 

Primäre Allergieprävention

Diese Empfehlungen gelten für sogenannte «Risikokinder», deren Eltern und Geschwister Allergien haben: 

  • Verzicht aufs Rauchen
    Während und nach der Schwangerschaft für eine rauchfreie Umgebung sorgen und auf das Rauchen verzichten. 
  • Stillen
    4–6 Monate wenn möglich ausschliesslich stillen. 
  • Ernährungsrichtlinien für stillende Mütter
    Ausgewogene Ernährung, spezielle Diäten sind nicht notwendig. 
  • Beikost
    Einführung von Beikost erst nach dem 6. Monat. Meiden von allergenen Nahrungsmitteln (Kuhmilch, Eier, Fisch, Nüsse, Soja) bis nach dem 12. Monat. 
  • Haustiere
    Keine behaarten oder gefiederten Haustiere neu anschaffen. Keine Tiere in Schlafräumen. 
  • Hausstaubsanierung
    Für eine hausstaubarme Einrichtung vor allem im Schlafbereich sorgen.
     

Sekundäre Allergieprävention

Empfehlungen für Kinder und Jugendliche, die sensibilisiert sind oder bereits an allergischen Symptomen leiden. Die aufgelisteten Massnahmen tragen dazu bei, das Auftreten weiterer Sensibilisierungen einzudämmen und weitere allergische Erkrankungen zu vermeiden: 

  • Verzicht aufs Rauchen
    Für rauchfreie Umgebung sorgen und auf das Rauchen verzichten. 
  • Haustiere
    Keine behaarten oder gefiederten Haustiere neu anschaffen. Keine Tiere in Schlafräumen. 
  • Hausstaubsanierung
    Reduktion der Milbenzahl im häuslichen Milieu. Falls Sensibilisierung auf Hausstaubmilben nachgewiesen ist, Verwendung eines milbendichten Matratzenüberzuges, von Kissen- und Duvetanzügen. 
  • Berufswahl
    Berufe mit grossem Risiko für Atopiker meiden, um allergische Symptome am Arbeitsplatz oder die Entwicklung weiterer Allergien zu verhindern.
     

Diät

Sollte wegen nachgewiesener Nahrungsmittelallergie eine Auslassdiät beim Kind oder eventuell auch bei der stillenden Mutter verordnet werden, so sollte dies unter regelmässiger ärztlicher Kontrolle und Betreuung durch eine Ernährungsberaterin erfolgen.
 

Spezifische Immuntherapie (SIT)

Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass die Spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) nicht nur bei der Behandlung von Heuschnupfen und gewissen Formen des Asthma bronchiale wirksam ist, sondern dass sie auch einen allergiepräventiven Effekt hat. Unter anderem kann das Auftreten neuer Sensibilisierungen und Allergien eingeschränkt werden. Bei Kindern werden Immuntherapien ab fünf Jahren vorgenommen.

Die Broschüre Allergieprävention ist hier zu finden.
 

aha! Allergiezentrum Schweiz hilft

  • Für weitere Informationen: Broschüre «Allergieprävention»
  • Der Fragenkatalog «Habe ich eine Allergie?» sowie die Applikation «e-symptoms» unterstützen Betroffene und Ärzte bei der Diagnosestellung.
  • Fachpersonen der aha!infoline beantworten persönliche Fragen: Montag bis Freitag von 08.30–12.00 Uhr
     
  • Mit dem Schweizer Allergie-Gütesiegel ausgezeichnete Produkte und Dienstleistungen – ein Zusatznutzen für Betroffene.
  • aha!kinderlager für allergiebetroffene Kinder im Alter zwischen 8–12 Jahren: abwechslungsreiche Ferientage mit viel Sport, Spiel und Fitness. Fachgerecht betreut, lernen die Kinder einen verbesserten Umgang mit ihrer Allergie und/oder dem Asthma.
  • aha!jugendcamp für Jugendliche zwischen 13–16 Jahren: ein breites Sport- und Freizeitangebot,  fachkundige Leiter thematisieren auch Aspekte von allergischen Erkrankungen im Jugendalter.
  • Schulungen und Kurse zu den Themen «Allergie, Asthma, chronische Bronchitis», «Anaphylaxie» und «Neurodermitis»
  • Ihre Meinung interessiert uns! Oder möchten Sie sich mit anderen Betroffenen austauschen? Mehr dazu unter Beratung und Austausch
  • Ihre Spende ermöglicht wichtige Dienstleistungen für Menschen mit Allergien, Asthma und Neurodermitis. Herzlichen Dank. Ihre Unterstützung setzen wir wirkungsvoll ein.

 

Redaktion: aha! Allergiezentrum Schweiz, in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftlichen Beirat.

 

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© aha! Letzte Aktualisierung: 17.09.2014 Disclaimer Qualitätssicherung Datenschutz