Glossar

Allergie-Glossar, aha! Allergiezentrum SchweizWas ist unter Atopie zu verstehen, was ist eine Sensibilisierung oder ein Etagenwechsel? Wichtige Fakten, Zusammenhänge und Fachausdrücke aus der Allergologie. 

 


 

Adrenalinfertigspritze / Notfallset

Patienten mit schweren allergischen Allgemeinreaktionen auf Insektenstiche (ab Grad II, vergl. auch anaphylaktischer Schock) sollten während der Flugzeit der Hymenopteren (dazu zählen Bienen, Wespen, Hummeln) einen Adrenalin-Autoinjektor und Notfalltabletten bei sich tragen. Betroffene müssen über den Einsatz dieser Medikamente mündlich und schriftlich instruiert werden. Handhabung und Haltbarkeit des Autoinjektors sind regelmässig zu kontrollieren.
 

Allergen

Ein Allergen ist eine an sich harmlose Substanz, welche über die Vermittlung des Immunsystems Überempfindlichkeitsreaktionen auslöst. Allergene sind meistens Proteine (Eiweisse).
 

Allergie

Überreaktion des Immunsystems auf körperfremde, an sich aber harmlose Substanzen oder Stoffe wie Pollen oder Nahrungsmittel. Die Gründe dafür sind bis heute noch nicht völlig geklärt.
 

Allergietest

Bei Verdacht auf eine Allergie kann ein Allergietest durchgeführt werden, um ein spezifisches Allergen zu identifizieren oder auszuschliessen. Man unterscheidet zwischen Haut-, Blut- oder Provokationstests.
 

Allergiekarriere

Wenn allergische Krankheiten bereits im Säuglings- und Kindesalter beginnen und nach einem charakteristischen Muster verlaufen, wird von Allergiekarriere gesprochen. Sie umschreibt den Umstand, dass allergisch veranlagte Kinder mit zunehmendem Alter aus einer allergischen Erkrankung «herauswachsen», danach aber an einer nächsten Allergieform zu leiden beginnen. Aus einem Heuschnupfen kann sich zudem ein Asthma entwickeln, was in der Fachsprache als Etagenwechsel bezeichnet wird.

Filmbeitrag von Puls SF zur Allergiekarriere 
 

Allergieprävention

Als Prävention werden Massnahmen bezeichnet, die bei familiär vorbelasteten Personen die Risikofaktoren reduzieren. Neuere wissenschaftliche Erkenntnissen weisen darauf hin, dass zu viel Prävention durch strenge Hygiene im Säuglings- und Kleinkindesalter eher kontraproduktiv wirkt. Die Sekundärprävention bedeutet, den Beginn einer Allergie früh zu erkennen und mit der richtigen Therapie eine Allergiekarriere vorzubeugen. Die Tertiärprävention besteht darin, bei bereits vorhandenen Allergien die entsprechenden Auslöser zu meiden.
 

Anamnese (Aufnahmegespräch)

Die Anamnese bezeichnet das Aufnahmegespräch zwischen Patient und behandelndem Arzt. Sie fasst die Krankheitsgeschichte eines Patienten aufgrund seiner persönlichen Erfahrungen zusammen. Mit Hilfe der Anamnese wird eine Diagnose möglich. Die Anamnese wird im Regelfall vor oder spätestens während der medizinischen Untersuchung durchgeführt.
 

Anaphylaktischer Schock (Anaphylaxie, Allergieschock, allergischer Schock)

Die anaphylaktischen Reaktionen können je nach Schweregrad in fünf Stadien unterteilt werden. Die Therapie wird auf das jeweilige Stadium angepasst.

Lokalreaktion (Stadium 0)

Übermässige, lokale Schwellung/Rötung der Injektionsstelle. Therapie: kühlen, allenfalls Antihistaminika-Tabletten einnehmen.

Leichte Allgemeinreaktion (Stadium I)

Allgemeine Hautrötung, Hautflecken, Urtikaria und Jucken, insbesondere an Handinnenseite und Fusssohlen sowie Schleimhautreaktionen mit Nasenjucken, Niesreiz, Schnupfen, Augentränen und -jucken, Unruhe oder Kopfschmerz. Therapie: Antihistaminika, Blutdruck- und Pulskontrolle und allenfalls Kortisonspräparate.

Ausgeprägte Allgemeinreaktion (Stadium II)

Blutdruck- und Pulsveränderung, Atemnot (leichte Dyspnoe, beginnender Bronchospasmus), Stuhl- bzw. Urindrang, Angstgefühl. Therapie: Zwingend den Notfallarzt aufsuchen, weil die betroffene Person überwacht werden muss. Inhalieren mit Asthmamedikamenten und Kortison, Anwendung der Adrenalin-Fertigspritze und Infusion.

Starke Allgemeinreaktion (Stadium III)

Kommt eher selten vor, kann innerhalb von Sekunden nach einem Stich oder einer Injektion zu einem Schock führen (Blutdruckabfall, Blässe, Bronchospasmus mit bedrohlicher Atemnot, Bewusstseinstrübung oder -verlust, allenfalls Stuhl- bzw. Urinabgang. Therapie: wie bei Stadium II, in allerdings stärkerer Dosierung.

Vitales Organversagen (Stadium IV)

Klar ersichtliches Versagen der Lebensfunktionen (Atem-/Kreislaufstillstand). Therapie: Reanimation (Intubation, Beatmung, externe Herzdruckmassage)
 

Antiallergikum

Medikament, das die Symptome einer allergischen Erkrankung beseitigt oder zumindest lindert. Oft sind damit Antihistaminika gemeint.
 

Antihistaminikum

Auch Histamin-Rezeptorenblocker. Es sind Stoffe enthalten, welche die Wirkung des körpereigenen Botenstoffs Histamin abschwächen oder aufheben, indem sie die Histamin-Rezeptoren blockieren. Antihistaminika werden insbesondere zur Behandlung von Allergien eingesetzt.
 

Asthmaanfall

Bei einem Asthmaanfall verengen sich die Atemwege so stark, dass das Ausatmen zu einer grossen Belastung wird. Betroffene haben das Gefühl, zu wenig Luft zu bekommen, was sie in Angstzustände versetzen kann. Typisch bei einem Asthmaanfall ist das Einsetzen der Atemhilfsmuskeln (hochgezogene Schultern) und pfeifende Atemgeräusche.
 

Atopie (Veranlagung)

Persönliche oder familiäre Veranlagung, nach Kontakt mit kleinen Mengen von Allergenen Antikörper zu produzieren. Die Atopie bezeichnet die Neigung, auf den Kontakt mit an sich harmlosen Substanzen mit allergischen Symptomen vom Soforttyp (Typ-I-Allergie) zu reagieren. Atopie umschreibt die Bereitschaft des Körpers zur erhöhten Bildung von Immunglobulin-E-Antikörpern (IgE).
 

Bluttest: RAST-Test

(Radio-Allergo-Sorbent-Test), CAP-Test (Cellulose-absorbed phase): Rund eine Woche nach Blutentnahme liegt das Laborresultat vor. Häufig wird der RAST-Test auch als Verlaufsparameter für den Allergieverlauf eingesetzt. Der CAP-Test ist mit dem RAST-Test vergleichbar und kommt immer häufiger zum Einsatz. Im Labor wird das Blut auf Antikörper (spezifisches IgE) gegen einzelne Allergene untersucht. Der Arzt interpretiert die Resultate im Vergleich mit den Beschwerden des Betroffenen. Der Bluttest kann in jedem Alter (auch bei Neugeborenen) durchgeführt werden und unabhängig davon, ob bereits ein Medikament wie z.B. ein Antihistaminikum eingenommen wurde.
 

Desensibilisierung (Spezifische Immuntherapie, Hyposensibilisierung)

Die Desensibilisierung ist eine ursächliche Therapie bei IgE-vermittelten Typ-I-Allergien. Sie wird oft bei allergischen Beschwerden in Zusammenhang mit Pollenallergien, Hausstaubmilbenallergie, ausnahmsweise auch bei Tier- und Schimmelpilzallergien durchgeführt. Bei schweren Insektengiftallergien (Bienen- und Wespengift) ist eine Desensibilisierungstherapie zu empfehlen, weil sie vor lebensgefährlichen Reaktionen schützt. Die Allergene werden in steigender Dosierung unter die Haut gespritzt (SCIT), als Tabletten oder Tropfen verabreicht (SLIT). Ziel ist, den Körper an das Allergen zu gewöhnen und einen immunologischen Schutz aufzubauen, der weitere allergische Reaktionen verhindert. Eine erfolgreiche Desensibilisierung bezweckt eine Verringerung oder das völlige Ausbleiben von Beschwerden. Die Broschüre Spezifische Immuntherapie ist hier zu finden.
 

Diagnostik bei Nahrungsmittelallergien

Die Ursachenfindung bei Verdacht auf eine Lebensmittelunverträglichkeit ist komplex. Am besten geschieht sie in der Zusammenarbeit zwischen Betroffenen, allergieerfahrener Ernährungsberatung und Facharzt.
 

Etagenwechsel

Als Etagenwechsel wird das Übergreifen von allergischen Reaktionen von den oberen Atemwegen (Nasen-Rachenraum) auf die unteren Atemwege (Bronchien, Lungen) bezeichnet: vom allergischen Schnupfen zum Asthma bronchiale. Knapp die Hälfte der Pollenallergiker erkrankt irgendwann auch an Asthma. Um einen Etagenwechsel vorzubeugen, wird eine Desensibilisierung empfohlen (vergl. Allergiekarriere).
 

Encasing: (milbendichte Überzüge)

Matratze, Kissen und Duvet werden mit Überzügen aus sehr eng gewobenem Gewebe umhüllt. Milben vermögen dieses Gewebe nicht zu durchdringen. Die Bettwäsche sollte zudem wöchentlich bei mindestens 60°C gewaschen werden. Für milbendichte Überzüge siehe unter Schweizer Allergie-Label.
 

Enzym (früher Fermente)

Enzyme sind Eiweisse, die biochemische Reaktionen auslösen. Sie haben wichtige Funktionen im Stoffwechsel. Ausserdem steuern sie den überwiegenden Teil der Verdauung. 
 

Hauttest

Allergenlösungen werden auf die Haut am Vorderarm oder am Rücken geträufelt und mit einer feinen Nadel unter die Haut gepickt (Pricktest). Führt das Allergen nach 20 Minuten zu einer Reaktion wie nach einem Mückenstich, so ist der Test positiv. Hauttests werden routinemässig von Fachpersonen durchgeführt. Das Allergen kann auch mit einem Pflaster appliziert werden. Die Auswertung ist jedoch erst nach 1–2 Tagen möglich.
 

Histamin

Ist ein hormonähnlicher, lebenswichtiger Stoff. Normalerweise führt das Enzym Diaminoxidase aus der Darmschleimhaut zu einem raschen Abbau von Histamin.
 

Histaminintoleranz

Im klinischen Bild gleicht die Histaminintoleranz der Lebensmittelallergie, da es in beiden Fällen zu einer Symptomvermittlung durch Histamin kommt. Es werden keine IgE-Antikörper gegen Nahrungsbestandteile gebildet, und es braucht keine vorangehende Sensibilisierung. Die Reaktionen treten bei jedem Kontakt mit Histamin auf. Nahrungsmittel mit besonders hohem Histamingehalt: gereifter Käse, geräucherte Fleisch- und Wurstwaren. Auch Rotwein enthält viel Histamin.
 

Hornisse

Das Gift der Hornisse ist vergleichbar mit jenem der Wespe. Der Stich ist schmerzhafter, weil der Stachel länger ist und tiefer eindringt. Hornissen sind sehr friedfertig, Stiche sind selten und werden im Zusammenhang mit Allergien selten thematisiert.
 

Hummeln

Die Hummeln sind grösser, schwerer und haariger als die Honigbienen, gehören aber zur gleichen Gattung. Der Stachel einer Hummel hat keine Widerhaken und bleibt nicht stecken. Hummeln sind sehr gutmütig und stechen nur dann, wenn sie sich bedroht fühlen. Befürchten sie einen Angriff auf ihr Nest, legen sie sich bedrohlich brummend auf den Rücken. Die sehr seltenen Attacken mit Bissen und Stichen können allergische Reaktionen auslösen. Das Gift von Hummeln und Bienen ist sich ähnlich. Für die Desensibilisierung einer schweren Hummelgiftallergie wird aber in jedem Fall Hummel- und nicht Bienengift verwendet.
 

Hymenopteren

Sammelbegriff für verschiedene Arten von Insekten wie Bienen, Hummeln, Wespen, Hornissen oder Ameisen. Es gibt über 115‘000 bekannte Arten von Hymenopteren, davon rund 11‘500 allein in Europa. Hymenopteren können mit ihren Giftstichen Allergien auslösen, welche zu einer Anaphylaxie (Anaphylaktischer Schock) führen können. Die Ameisengiftallergie ist in unseren Breitengraden äusserst selten.
 

Immunoglobulin E (IgE), IgE-Antikörper

IgE kommt in geringsten Konzentrationen im Serum vor. Erhöhte IgE-Spiegel sind sowohl durch komplexe genetische Faktoren als auch durch Umwelteinflüsse bedingt. Hohe IgE-Werte werden vor allem bei atopischen Erkrankungen und bei Wurminfektionen beobachtet. Auch wenn ein niedriger IgE-Spiegel eine Allergie nicht ausschliesst und sehr hohe IgE-Spiegel auch bei klinisch gesunden Menschen vorkommen, gilt die Regel: je höher die IgE-Konzentration, desto wahrscheinlicher eine atopische Krankheit.
 

Immunoglobulin G (IgG), IgG-Antikörper

Antikörper, die gegen Mikroben wie Bakterien und insbesondere Viren wirken. IgG-Antikörper gegen Nahrungsmittel entsprechen einer normalen Immunantwort und sind nicht als krankmachend im Sinne einer Nahrungsmittelallergie oder -intoleranz einzustufen. Diätempfehlungen und therapeutische Massnahmen aufgrund von IgG-Bestimmungen sind deshalb abzulehnen. Nationale und europäische Allergologie-Fachverbände raten einhellig von einer IgG-Diagnostik mit Nahrungsmitteln ab. 
 

Immunantwort

Reaktion des Immunsystems auf fremde Organismen oder Substanzen. Das Immunsystem kann auf fremde Erreger (Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten) reagieren. Wird der Reiz als ungefährlich eingestuft, löst dieser in Zukunft keine Reaktion mehr aus (Immuntoleranz). An sich harmlose Substanzen aus der Umwelt können aber irrtümlich auch als gefährlich eingestuft werden und eine Reaktion auslösen (Allergie). In Zusammenhang mit der Immuntherapie bedeutet Immunantwort: Bildung einer Toleranz gegenüber einem Allergen.
 

Immunologie

Die Immunologie ist die Lehre von den biologischen Grundlagen der körperlichen Abwehr von Krankheitserregern und anderen körperfremden Stoffen (Gifte). Dazu kommen Störungen und Fehlfunktionen dieser Abwehrmechanismen. Es gibt verschiedene Teilgebiete der Immunologie. Die klinische Immunologie untersucht Störungen des Immunsystems wie sie bei Allergien auftreten.
 

Karenz

Völliger Verzicht beispielsweise auf bestimmte Lebensmittel. Karenz in der Allergologie bedeutet auch: den Kontakt mit dem Allergen zu vermeiden und beispielsweise auf Haustiere oder Pflanzen zu verzichten.
 

Kortison

Kortison und Kortisonpräparate (Derivate) werden seit Jahrzehnten eingesetzt. Die früher verwendeten, sehr hohen Dosen verursachten viele Nebenwirkungen. Heute sind neue Kortisonpräparate (sogenannte Kortikosteroide) in Gebrauch. Sie ermöglichen fein dosierte Therapien. Nebenwirkungen sind bei richtiger Anwendung weitgehend vermeidbar, vor allem beim lokalen Gebrauch als Salbe, Nasen- oder Asthmaspray. Wegen ihrer entzündungshemmenden und antiallergischen Wirkung sind Kortisonpräparate bei der Behandlung von schweren allergischen Erkrankungen der Atemwege und der Haut häufig unverzichtbar.
 

Kreuzreaktion (Kreuzallergie)

Bei einer Kreuzreaktion kann der Körper ähnliche Eiweisse (Allergene) nicht unterscheiden. Meist reagieren Allergiebetroffene – nebst der ersten Allergie wie beispielsweise jener auf Birkenpollen – plötzlich auch auf ein bis zwei Nahrungsmittel und auf andere Pollen.
 

Malabsorbtion

Bei einer Malabsorbtion kann der Darmtrakt wegen einer Störung zu wenig Nährstoffe in die Blut- und Lymphbahn aufnehmen.
 

Notfallausweis

Die Schweizerische Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (SGAI) stellt Ärzten kostenlos Allergiepässe zur Verfügung. Der Allergiepass ist ein Dokument, welches nach fachkundiger Abklärung durch den Arzt ausgestellt wird.
 

Notfallset

Mit oder ohne Adrenalinfertigspritze. Alle Patienten mit einer allergischen Allgemeinreaktion (Schock) sollten einen Adrenalin-Autoinjektor und Notfalltabletten bei sich tragen. Über den Einsatz dieser Medikamente im Falle eines erneuten Kontaktes mit dem Allergen müssen Betroffene mündlich und schriftlich instruiert werden. Handhabung und Haltbarkeit des Autoinjektors sind regelmässig zu kontrollieren.
 

Provokationstest

Beim Provokationstest wird die Allergenlösung auf die Schleimhaut von Augen und Nase aufgetragen. Sie kann auch inhaliert werden. Provokationstests werden unter strenger ärztlicher Kontrolle (Spital) durchgeführt und die allergischen Symptome kontrolliert ausgelöst.
 

Pseudoallergie: (Pseudoallergische Reaktion)

Ist eine Unverträglichkeitsreaktion, die sehr stark einer klassischen allergischen Reaktion («Soforttyp») ähnelt, ohne dass im Blut eine immunologische Reaktion nachweisbar ist. Die häufigsten Auslöser sind Arzneimittel und Lebensmittelzusatzstoffe. «Pseudoallergene» sind Stoffe/Mediatoren (z.B. Histamine), welche das Immunsystem nicht tangieren.
 

Sensibilisierung

Beim Vorliegen einer Sensibilisierung hat der Organismus nach dem Erstkontakt mit einem Fremdstoff (oft ein Allergen) eine fehlgeleitete, spezifische Immunantwort aufgebaut. Bei einem erneuten Kontakt kann es dann zu einer allergischen Reaktion kommen. Mittels Hauttest lässt sich eine Sensibilisierung meistens nachweisen. Nicht jede Sensibilisierung ruft Beschwerden hervor. Treten Beschwerden auf, für die sich ein Allergen als Ursache, nicht aber eine Sensibilisierung nachweisen lässt, spricht man von einer Unverträglichkeit oder Intoleranz. Erst wenn auf die Sensibilisierung Symptome der Haut, des Magen-Darmkanals, des Respirationstraktes oder des Kreislaufsystems folgen, ist von einer Allergie auszugehen.
 

SOS-Kapsel

Die Kapsel enthält einen 6-sprachigen Mini-Notfallausweis, welcher die wichtigsten persönlichen und medizinischen Daten enthält. Für Notfallärzte und Rettungshelfer sind diese Angaben hilfreich und wichtig. SOS Security-Kapseln können an einer Halskette, am Uhrenband, an einer Armkette oder an einem Schlüsselanhänger getragen werden.
 

Spezifische Immuntherapie (SIT)

Diese Therapie hat zum Ziel, den Körper langsam an den allergieauslösenden Stoff zu gewöhnen. Das Immunsystem wird in definierten Abständen immer wieder mit dem Allergen konfrontiert. Die Therapie dauert 3-5 Jahre. Weitere Information zum Thema in der Broschüre «Spezifische Immuntherapie»
 

Trigger

In der Allergologie werden Trigger als Auslöser von Allergiesymptomen bezeichnet. Es sind keine Allergene (Eiweisse), sondern Hilfs- oder Reizstoffe (z.B. Düfte). Auch Kälte kann als Trigger wirken.
 

Urtikaria

Auch Nesselsucht oder Nesselfieber genannt. Dabei bilden sich Hautschwellungen (Quaddeln) und Rötungen der Haut. Bei der Urtikaria können Quaddeln innerhalb von Minuten entstehen oder auch wieder verschwinden. Weitere Informationen zum Thema in der Broschüre «Urtikaria- Nesselfieber».
 

Weglassdiät (Diagnostische Diät, Eliminationsdiät)

Über eine begrenzte Zeit wird das «verdächtige» Nahrungsmittel weggelassen. Diese Diät sollte zwei bis vier Wochen streng eingehalten werden. Ist nach dieser Zeit keine Symptomfreiheit oder keine wesentliche Linderung der Beschwerden festzustellen, können die ausgelassenen Nahrungsmittel als Auslöser mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Wird der Betroffene unter der Diät symptomfrei, weist dies auf das vermutete Allergen hin. Ein Provokationstest kann als Bestätigung der Diagnose durchgeführt werden.
 

Winterfüsse

Bei Auftreten von trockenen, juckenden und schuppenden Hautveränderungen im vorderen Fussbereich, vor allem während der kalten Jahreszeit und häufig bei Kindern zwischen zwei und zehn Jahren, spricht man von atopischen Winterfüssen. Die Differenzialdiagnose und Abgrenzung etwa zu Fusspilz oder zur Kontaktallergie wird vom Facharzt gestellt.
 

Redaktion: aha! Allergiezentrum Schweiz, in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftlichen Beirat.

 

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© aha! Letzte Aktualisierung: 26.03.2014 Disclaimer Qualitätssicherung Datenschutz